Wohnen in Berlin

Es war schon immer etwas Besonderes, in Berlin zu wohnen …

 

Wohnen in Berlin – das war wirklich schon immer etwas anders als woanders in der Welt.

Nur in wenigen Städten fand das mondäne Leben so nah am einfachen Volk statt. Etwa wenn Kaiser Wilhelm II. zwischen seinem Schloss und dem Hotel Adlon pendelte, wenn es ihm im Schloss zu kalt wurde. Oder wenn 1848 die arbeitende Bevölkerung mit dem Volkspark Friedrichshain eine eigene Grünanlage bekam – als Gegenstück zum bourgeoisen Tiergarten.

Mit der Teilung der Stadt erlebte auch der Wohnungsmarkt etwas Einzigartiges: Der
westliche Stadtteil wurde den Deutschen mit Subventionen schmackhaft gemacht, der
östliche stand in der DDR zwar hoch im Kurs, wurde aber entweder mit Plattenbauten
zugepflastert – oder, wie der heutige Prenzlauer Berg, systematisch dem Verfall
preisgegeben.

Mit der Wiedervereinigung und der daraufhin beginnenden Neuverteilung von
Immobilienbesitz geschah in Berlin erneut etwas, das es so noch nie gegeben hatte: Das hässliche Entlein Prenzlauer Berg etwa, bis 1990 alternatives Künstler- und Arbeiterviertel, erfuhr in anderthalb Jahrzehnten eine Wiedergeburt als stolzer Schwan – und steht heute deutschlandweit für prestigeträchtige Instandsetzung. Sogar die Politik schritt ein und wendete 2012 ein rigoroses Sanierungs-Verbot auf alle noch nicht sanierten Häuser an.

Derzeit gibt es erstmals seit langem in Berlin wieder mehr Nachfrage als Angebot. Das
bedeutet grundsätzlich natürlich, dass die Schnäppchen-Zeit vorbei ist. Das bedeutet
aber auch, dass die Stadt – politischer Pleiten zum Trotz – blüht und arbeitet. Und auf
dem Immobilienmarkt eine Vielfalt bietet, die deutschlandweit wirklich ohne Vergleich ist!